Die Arbeit der Chefarztsekretärin

06.05.2021

In unserer Klinik gibt es sehr viele verschiedene Berufe. Was die Pflege oder ein Arzt zu tun hat, ist für einen Außenstehenden deutlich klarer als die Aufgaben anderer spannender Berufe. Aus diesem Grund möchten wir heute unsere Chefarztsekretärin, Kerstin Zocher, und ihren Arbeitsalltag im Diabeteszentrum vorstellen. Die erste Frage, die ich mir stellte war: „Was für einen Grundberuf erlernt man denn, um dann Chefarztsekretärin zu werden. Ein eigener Ausbildungsberuf ist es ja nicht.“. Frau Zocher ist gelernte Kauffrau für Bürokommunikation und hat in ihrer vorherigen Stelle lange als Sekretärin der Geschäftsführung in einem Industrieunternehmen gearbeitet. Durch eine Zeitungsanzeige wurde sie aufmerksam auf die Stelle im Diabeteszentrum und bewarb sich, weil sie auf der Suche nach Herausforderungen und einem neuen Arbeitsgebiet war. Inzwischen arbeitet Frau Zocher seit 2 Jahren und 5 Monaten in der Klinik und kümmert sich um die Organisation des Chefarztbüros. Dazu gehört die Koordination von Terminen, Organisation von Vorträgen, Protokolle schreiben, Statistiken führen und viele weitere Schreibarbeiten und unglaublich viele Telefonate. Natürlich gehört auch das Kaffee oder Tee kochen für den Chef dazu. Ihre Lieblingsaufgabe? Ganz klar: Briefe schreiben, denn schon in der Schule liebte sie Diktate. Das schönste an ihren Arbeitstagen ist ein wirklich tolles Team, Spaß an der Arbeit und ein netter Chef.
 


Warum gibt es eine Fußstation im Diabeteszentrum?

22.04.2021

Diabetes mellitus kann bei unzureichender Behandlung zu akuten Stoffwechselentgleisungen (Hypoglykämien, Ketoazidosen) als auch zu chronische Folgeerkrankungen (Angiopathie, Polyneuropathie, Nephropathie, Retinopathie) führen. Eine sehr spezielle Form der Folgeerkrankungen ist das Diabetische Fußsyndrom (DFS). Hier können sich sowohl akute Komplikationen als auch die ganze Bandbreite der chronischen Veränderungen in unterschiedlicher Ausprägung überlagern. Dies macht die Behandlung komplex und erklärt die hohe Komplikationsrate. Sehr häufig führt ein DFS bei Diabetikern zur Amputation von Teilen des Fußes oder gar der ganzen Extremität. Vor noch nicht allzu langer Zeit war es gängige Praxis, großzügig betroffene Teile der Extremität zu entfernen. Fast die Hälfte der Amputationen wurde oberhalb des Sprunggelenkes durchgeführt. Die betroffenen Patienten wurden so nicht nur in ihrer Lebensqualität stark eingeschränkt, in Studien konnte sogar eine deutlich erhöhte Sterblichkeit gesehen werden. Auch heute noch werden in Deutschland etwa 40.000 bis 50.000 Amputationen im Jahr durchgeführt. Durch Fortschritte in der Medizin konnte die Anzahl der hohen Amputationen (Majoramputationen) von 45 % auf etwa 3 % gesenkt werden. Leider aber nicht flächendeckend. Man findet groß Unterschiede, ob Patienten in spezialisierten Zentren behandelt werden oder in der Regelversorgung. Warum ist das so? Man kann sich das Bild einer Kette vorstellen, in der das schwächste Glied die Stärke bestimmt. Die beste akute Blutzuckereinstellung nützt allein ebenso wenig, wie beispielsweise die beste operative Maßnahme ohne Beachtung der Begleitumstände. Ärzte müssen zusätzlich eine begleitende Infektion, die Nierenfunktion oder die kardiovaskulären Erkrankungen abschätzen und behandeln. Doch auch das reicht allein nicht aus. Ärzte sollten sich auch um die Nachsorge und Rezidivprophylaxe kümmern. Um diese komplexe Situation zu beherrschen, ist Teamarbeit einer Vielzahl von Spezialisten notwendig. Dazu gehört neben dem Diabetologen der Angiologe, der Nephrologe, der Fußchirurg/Orthopäde, der Radiologe, der Wundmanager, der Orthopädietechniker / Schuhmacher, der Podologe, der Psychologe, der Sozialarbeiter ... Es wird schnell klar, dass im Krankenhaus dazu einespezielle Struktur vorhanden sein sollte. Eine  Diabetische Fußstation!
 


Die ersten Monate meiner Ausbildung zur Pflegefachfrau

08.04.2021

Mein erster Ausbildungstag war geprägt von unterschiedlichen Eindrücken, überschattet von der Corona-Pandemie. Es fühlte sich alles neu an als ich ankam. Alles sah so groß aus und ich dachte mir „wow“ wie soll ich das alles mal richtig kennen und wie soll ich mir merken können wo was ist. Ich wusste nicht wirklich wo ich als erstes hinmuss. Zum Glück hat mich Frau Rode meine Praxisanleiterin im Eingangsbereich in Empfang genommen. Ich wurde herzlich begrüßt und in das Team der Pflege aufgenommen. Dieses hat es mir leichter gemacht. Im Praxisanleiterraum wurden mir grundlegende Dinge (z.B. Ablauf des Orientierungseinsatzes, die Händedesinfektion usw.) in Ruhe erklärt und gezeigt, sodass ich alles einmal richtig gesehen und verstanden habe. Die Mitarbeiter des pflegerischen Teams habe ich direkt kennengelernt. Die komplette Station sind wir abgegangen und mir wurde alles gezeigt. Hierdurch lernte ich das Haus und den Ort meiner praktischen Ausbildung kennen. Ich habe mich direkt wohl gefühlt. Mir wurde der Alltag auf Station erklärt. Ich habe "Aufgaben" bekommen die ich am ersten Tag machen durfte, anderes wurde mir erst gezeigt. Die theoretischen Grundlagen um Tätigkeiten in der Praxis ausführen zu können erlerne ich in der BBS 2 in Osterode, dem Ort meiner theoretischen Ausbildung. Des Weiteren wurde mir die Arbeitskleidung gegeben und ich durfte diese auch gleich anziehen. Zur Erinnerung wurden dann auch Bilder gemacht. Alle sind sehr nett mit mir umgegangen. Es wurde alles gut erklärt, sodass ich nicht überfordert war und es auch verstanden habe, ohne Angst zu haben, dass ich da nicht hinterherkomme. Obwohl ich am Anfang sehr verunsichert und nervös war ging es mir danach sehr gut und ich hatte Lust wiederzukommen, weil es sich richtig angefühlt hatte. Die ersten Monate der Ausbildung sind schnell vergangen. In der Praxis darf Frau Kajevic Schritt für Schritt mehr Aufgaben entsprechend Ihres Ausbildungsstandes übernehmen. Unter anderem gehört die Unterstützung und Durchführung der Grundpflege, das kontrollieren der Vitalparameter und das BZ messen zu Ihren Aufgaben. Die Auszubildenden sind bei uns Teil des pflegerischen Teams geworden, alle unterstützen sich gegenseitig. Auch in diesem Jahr stellen wir wieder Auszubildende für die Ausbildung zum Pflegefachmann / Pflegefachfrau ein.
 


Ostern, Frühling, Eier und Genuss

25.03.2021

Ostern ist für Viele das beliebteste Frühlingsfest. Eier, Schokolade, Braten und Kuchen können jedoch schnell zu Hüftgold werden. Damit dieses nicht geschieht sollte nach Alternativen für die Figur gesucht werden. Es geht auch figurfreundlicher, ohne dass der Oster-Genuss auf der Strecke bleibt. So lassen sich Sahne- und Cremetorten gegen zuckerreduzierte Obstkuchen austauschen, Zum Nachtisch schmeckt auch ein Obstsalat oder ein Fruchtsorbet. Mascarpone und Sahnequark können durch fettreduzierten Frischkäse oder Magerquark ausgetauscht werden. Der Magerquark kann sehr gut mit kohlensäurehaltigem Mineralwasser cremig gerührt werden. Wer jedoch zu viele Schokoeier oder Braten gegessen hat, braucht nicht tatenlos auf das Hüftgold warten. Die Frühlingstemperaturen laden zu einem Spaziergang oder einer Radtour ein. Damit lassen sich überschüssige Kalorien verbrennen.
Nach Ostern einfach mehr frisches einplanen. Wie wäre es mit frischen Suppen, Salaten und Gemüseaufläufen?

Chinakohl-Möhrensalat
4 Portionen
1 mittelgroßer Chinakohl
2 Möhren
4 Frühlingszwiebeln
2 El Balsamessig
3 El Rapsöl
1 Tl Honig
1 Tl Senf (scharf)
Jodsalz
Pfeffer aus der Mühle

  • Chinakohl waschen, putzen und in feine Streifen schneiden oder fein hobeln.
  • Karotten schälen und ebenfalls in Stifte hobeln.
  • Frühlingszwiebeln waschen, putzen und schräg in feine Ringe schneiden.
  • Zusammen in eine Schüssel geben. Balsamessig, Öl, Honig und Senf vermengen. Mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt servieren.

Sekt-Himbeer-Sorbet
4 Portionen
600 g TK-Himbeeren
Flüssiger Süßstoff nach Geschmack
50 g Joghurt
200 ml trockener Sekt

  • Die TK-Himbeeren auftauen lassen und mit dem Süßstoff abschmecken.
  • Joghurt und Sekt unterrühren. Im Mixer oder mit dem Mixstab alles schaumig pürieren. 20 bis 30 Minuten ins Gefrierfach stellen, zwischendurch 2- bis 3mal umrühren, damit alles schön schaumig bleibt.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen gesunde und bewegte Ostertage.


Kooperation mit Apotheke

04.03.2021

Das Thema Patientensicherheit ist in aller Munde und von höchster Wichtigkeit. Um unseren Patienten ein noch größeres Maß an Sicherheit bieten zu können, kommt in regelmäßigen Abständen eine Apothekerin zu uns in die Klinik und überprüft die Medikamentengabe anhand der Patientenakten. Zusätzlich steht sie aber auch den Ärzten und dem Pflegepersonal bei jeglichen Fragen bezüglich der Arzneimitteltherapie gerne zur Seite. Überprüft wird die Medikation insbesondere auf Wechselwirkungen untereinander, aber auch ob ein Medikament, welches vielleicht auch schon viele Jahre eingenommen wird, im fortschreitenden Alter überhaupt noch die richtige Wahl ist. Ebenso wird mit den aktuellsten Laborwerten abgestimmt, ob durch ein Medikament ein anderes Organ beeinträchtigt wird, sodass auch hier ein Medikamentenwechsel von Vorteil wäre. Wir freuen uns dieses Fachwissen für unsere Klinik nutzen zu können und unseren Patienten so einen großen Vorteil zu verschaffen.
 


Valentinstag 2021

11.02.2021

Am 14.02.21 wird weltweit der Tag der Liebe gefeiert. Hauptsächlich geht es hier um die Liebe zu anderen Personen, aber warum nicht mal die Liebe und Achtung zu sich selbst in den Vordergrund rücken? Gerade jetzt, wo wir nur wenig soziale Kontakte haben und die negativen Schlagzeilen uns überrollen? Der Umgang mit negativen Emotionen kann für Menschen eine Herausforderung sein. Gleichzeitig ist es möglich, durch eigenes Handeln auch in schwierigen Zeiten das psychische Wohlbefinden zu verbessern. Die Fähigkeit, die eigenen Gefühle zu beeinflussen, wird manchmal auch als intrapersonelle Intelligenz bezeichnet. Mitarbeiter aus der Abteilung für Positive Psychologie der Universität Koblenz Landau haben in einem Ideengeber Möglichkeiten beschrieben, das emotionale Wohlbefinden in schwierigen Zeiten wie der Corona-Pandemie zu stärken. Diese reichen von lebensnahen Ideen wie dem Verschönern der Umgebung über achtsames und genussvolles Spazierengehen bis zu Minipausen. Für Menschen, denen es (noch) schwerfällt, auf sich selbst zu achten, können vorerst kleine Beobachtungsaufgaben helfen. Wie verhält sich die eigene Atmung in verschiedenen Alltagssituationen, welche Gefühle sind mit bestimmten Situationen verbunden oder in welchen Worten wird über wichtige Themen gesprochen? Um Achtsamkeit zu trainieren haben wir diese Übung von M. Schmidmeier für Sie herausgesucht:

  1. Nehmen Sie eine angenehme Position ein und suchen Sie einen Punkt im Raum, auf dem Sie Ihren Blick ruhen lassen. Atmen Sie einige Male tief ein und aus.
     
  2. Zählen Sie nun – laut oder in Gedanken – fünf Dinge auf, die Sie gerade sehen können (z.B. ich sehe den Tisch, ich sehe die Lampe, usw.).
     
  3. Wenn Sie fünf Dinge aufgezählt haben, die Sie sehen können, lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit auf das, was sie hören können und zählen Sie fünf Dinge auf (z.B. Ich höre die Vögel zwitschern, ich höre ein Auto vorbeifahren, usw.).
     
  4. Danach lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit auf das, was Sie spüren können und nennen sie fünf Dinge, die Sie gerade spüren (z.B. ich spüre meine Füße auf dem Boden, ich spüre meine Hose auf der Haut, usw.).
     
  5. Wiederholen Sie die Schritte 2, 3 und 4, diesmal mit jeweils vier Dingen, die Sie sehen, hören und spüren. Dann geht es weiter mit drei Dingen, zwei Dingen und schließlich mit jeweils einer Wahrnehmung pro Kategorie (Sehen, Hören, Spüren).

 


Ehrung langjähriger Mitarbeiter und wohlverdienter Ruhestand

28.01.2021

In den vergangenen Jahren war es Tradition mit unseren Jubilaren und Mitarbeitern die in Ruhestand gehen eine kleine gemeinsame Dankesfeier zu veranstalten. Leider fiel auch diese liebgewonnene Veranstaltung dem Corona-Lockdown zum Opfer. Aber Mitarbeiter leer ausgehen zu lassen kam gar nicht in Frage und statt des gemeinsamen Abendessens gab es einen Präsentkorb für ein schönes Essen mit den Lieben zuhause. Bedanken möchten wir uns zuerst bei den langjährigen Mitarbeitern die in diesem Jahr ein Dienstjubiläum bestritten. 10 Jahre für die Klinik tätig sind: Janine Baerwinkel, Christel Rath, Marion Morich und Ute Dreymann. Wir hoffen auf noch viele weitere Jahre der guten Zusammenarbeit. Weiterer Dank gebührt unseren Mitarbeitern die dieses Jahr in ihren wohlverdienten Ruhestand eintreten. Zum einen Frau Rosita Steinecke nach 38 Jahren und 8 Monaten in unserer Klinikküche und zum anderen Frau Katrin Ahrens, die 35 Jahre und 5 Monaten als Diätassistentin, Ernährungsmedizinische Beraterin und Diabetesberaterin Patienten von Diagnose an zur Seite stand und sie begleitet hat. An dieser Stelle nochmals vielen Dank für die vielen Jahre im Dienste des Diabeteszentrums Bad Lauterberg. Für die Zukunft wünschen wir viele entspannte aber spannende Jahre und vor allem Gesundheit!
 


Unser besonderes Behandlungsangebot

14.01.2021

Der Ein oder Andere mag es vielleicht schon auf unserer Homepage gesehen haben: Unsere neuen Kurstermine sind veröffentlich! Im vergangenen Jahr sind Pandemie-bedingt einige Kurse entfallen und nun hoffen wir in diesem Jahr wieder voll durchstarten zu können. Da sich der Insulinpumpenmarkt stark erweitert hat und neue Technologien und Systeme vorhanden sind haben wir auch unser Kursangebot angepasst. Ganz neu bieten wir spezielle Kurse für Patienten mit Insulinpumpen an, die eine automatische Basalratenanpassung („Hybrid AID“-Systeme, wie z.B. die Medtronic MiniMed 670G) vornehmen, an. Das Grundlagenwissen, die Möglichkeiten und der Umgang mit der Blutzuckereinstellung weicht hier im Vergleich zu anderen Insulinpumpen deutlich ab und bedarf deswegen separater Schulung. Ein weiterer neuer Kurs ist für Patienten mit sensorunterstützter Insulinpumpentherapie inkl. einer Hypoabschaltung (z.B. die Medtronic MiniMed 640G oder die Tandem t:slim X2). Auch bei diesen Modellen weicht die Diabetestherapie von der mit einer bisher typischen Insulinpumpe ab und bedarf eines speziellen Wissens. Natürlich bieten wir auch unsere bekannten Insulinpumpenkurse für Einsteiger und Profi weiterhin an, sowie die Kurse zum Umgang mit FGM- und CGM-Systemen. Komplett wird unser Angebot durch den Motivationskurs und unseren Kurs für Menschen nach Pankreasoperationen. Unser detailliertes Angebot finden sie › hier.