DDG Herbsttagung und Update Diabetestechnologie

25.11.2021

Vom 05.11. – 06.11.2021 fand die DDG Diabetes Herbsttagung 2021 statt. Die Weiterbildung stand unter dem Motto Diabetes & Adipositas gemeinsam durch dick & dünn. Es ging um Ernährung, Stoffwechsel, Prävention, Therapiestrategien aber auch um Diabetestechnologien auf dem Prüfstand. Wir haben als Team für sie teilgenommen um immer auf dem aktuellsten Wissenstand für sie zu sein.
Im Bereich der Diabetestechnologie hat sich in den letzten Jahren sehr viel getan und es ist auch noch kein Ende abzusehen. Ist dieses ohne technisches Grundverständnis überhaupt nach zu schaffen? Viele stellen sich auch die Frage welche Alternativen und Therapieoptionen gibt es aktuell eigentlich?
Wir wollen ihnen hier einen kleinen Ausblick anstehender Diabetestechnologien geben.
Doch wo startet man am besten? Fangen wir bei A wie Apps an.
Kennen sie schon Diabook oder Diacarbs, diese Apps können dabei helfen die FPE (Fett-Protein-Einheiten) zu berechnen. Es ist aber auch möglich Insulinpumpen über Apps zu steuern oder die CGM-Daten zu empfangen. So ist es zurzeit möglich sowohl die Dana RS als auch die Dana i über die App AnyDana zu steuern und die Dana i kann in Verbindung mit dem Dexcom G6 und der App CamAPS FX als Hybrid Closed-Loop-System mit automatisierter Insulinanpassung genutzt werden. Bei der Medtronic MiniMed 770G können die CGM-Daten ab sofort auch per App auf dem Handy verfolgt werden.
Bigfoot – das etwas andere AID-System. Bigfoot Unity verwendet als AID-System keine Insulinpumpe, wie alle anderen Firmen, sondern einen Einweg-Insulinpen mit intelligenter Pen-Kappe und als kontinuierliches Messsystem den FreeStyle Libre 2 von Abbott. Diese Kombination ist bisher leider erst in den USA zugelassen.
Seit September ist das Control-IQ von Tandem für die t:slim X2 verfügbar. Das Update kann nach Genehmigung der Krankenkasse und einem erfolgreich absolvierten Webinar auf die Insulinpumpe installiert werden.
Diabeloop ist eine Kooperation mit Roche eingegangen. So kann das das DBLG1 in Verbindung mit der Accu-Chek Insight und dem Dexcom G6 als Hybrid-AID-System fungieren.
Der FreeStyle Libre 3 ist noch kleiner und flacher als sein Vorgänger. Durch den einteiligen Applikator wird das Setzen des Sensors noch einfacher und die Datenübertragung erfolgt per Bluetooth-Verbindung auf das Handy. Er ist jedoch bisher nur für das Betriebssystem iOS verfügbar.
Medtronic hat auch noch weitere Neuigkeiten so kommt nach der MiniMed 770G noch die 780G. Diese Insulinpumpe wird dann automatische Korrekturboli abgeben. Mit dem Extended Infusionsset ist das erste Infusionsset mit einer Tragedauer von 7 Tage erhältlich.
Nach dem OmniPod Dash kommt der OmniPod 5 als erste Patchpumpe mit AID-System.
Auch bei der YpsoPump tut sich was. Im September ist die App Mylife Assist zum Empfang der Dexcomdaten erschienen. Im Winter wird die App Mylife Dose und 2022 das Loop-System erwartet.
Zum Schluss noch die schon so lange erwartete Patchpumpe von Roche. Die Accu-Chek Solo soll 2021 in Deutschland verfügbar sein.
So nun sind wir am Ende angekommen und haben uns von A wie Apps bis S wie Solo fast durch das ganze Alphabet gearbeitet. (Die Angaben zu Erscheinungsterminen beruhen auf Aussagen der Hersteller.)
 


100 Jahre Insulin, Weltdiabetestag 2021

11.11.2021

Am 14. November wird jedes Jahr der Weltdiabetestag gefeiert. Dieses Datum wurde bewusst ausgewählt, da Frederick G. Banting an diesem Tag Geburtstag hatte. Er entdeckte vor genau 100 Jahren das Insulin und erprobte es 1921 an Hunden, bevor es dann 1922 erstmals zur Anwendung am Menschen kam. Schon im Juli, am Jahrestag der erstmaligen Isolation von Insulin aus tierischen Bauchspeicheldrüsen, gab es weltweit Veranstaltungen zum 100. Geburtstag des Insulins, nun wird es auch Thema am Weltdiabetestag sein. Es geht um Erfindergeist, Durchhaltevermögen, Zielstrebigkeit. Denn ohne diese Eigenschaften hätten Herr Banting und sein Team das Insulin nicht isolieren können.  Durch die Entwicklung der Insulinbehandlung wurde vielen Millionen Menschen ein Leben mit Diabetes ermöglicht.

Auch in diesem Jahr wird es eine Onlineveranstaltung von - dedoc - zum Weltdiabetestag geben, schauen sie doch mal vorbei: www.weltdiabetestag.de


Zertifiziertes Diabetes-Team

21.10.2021

 Wir haben uns für sie Weitergebildet und sind nun eine zertifiziertes Diabetes-Team. Als zertifizierte Trainer für das ProFet-Schulungsprogramm dürfen wir dieses im Diabeteszentrum Bad Lauterberg anbieten. ProFet ist ein Schulungs- und Behandlungsprogramm für Menschen mit Insulinpumpe oder intensivierter Insulintherapie. ProFet hilft ihnen dabei Proteine, Fett und Kohlenhydrate beim Bolen richtig zu beachten und damit stabilere Glukosewerte zu erreichen. Wir freuen uns auf eine weitere gute Zusammenarbeit. 


Qualitätszirkel Diabetes wieder als Präsensveranstaltung

30.09.2021

Wegen der Corona-Pandemie konnten ärztliche Weiterbildungen seit dem letzten Jahr nur noch digital stattfinden. Da das Virus durch Impfungen und Hygienemaßnahmen eingedämmt werden konnte, war es möglich, dass sich diabetologisch interessierte Ärzte aus der Region am 07.09.2021 wieder zum traditionsreichen Qualitätszirkel Diabetes im Diabeteszentrum Bad Lauterberg treffen konnten. Zwei Vorträge standen zur Diskussion. Herr Dr. Köthe (Oberarzt im Diabeteszentrum) berichtete über aktuelle wissenschaftliche Diskussionen zu möglichen klinischen Klassifikationssystemen der Erkrankung. Anschließend stellte Chefarzt Dr. Werner die aktuellen Erkenntnisse über Antikörper bei besonderen Diabetesformen und Typ1- Diabetes vor. Die Teilnehmer des Qualitätszirkels besprachen im Anschluss die praktischen Konsequenzen dieser Erkenntnisse bei der Betreuung der Erkrankten. „Den persönlichen Austausch und die Gespräche miteinander haben alle Ärzte vermisst“, so Dr. Werner. Online kann Präsenzveranstaltungen nicht ersetzen!
 


Dienstjubiläum

16.09.2021

 Herzlichen Glückwunsch zum Dienstjubiläum! Am 01.09.2021 beging Frau Isabel Rother, Leiterin der Diabetesberatung,  ihr 25jähriges Dienstjubiläum. Zu diesem Anlass wurde ihr vom Krankenhausvorstand und Betriebsrat im Namen des gesamten Hauses gratuliert. Der Krankenhausvorstand bedankte sich bei Frau Rother für ihr bisheriges herausragendes Engagement. Sie ist aufgrund ihres großen Erfahrungsschatzes und Wissens eine wichtige Stütze und Anlaufstelle.

Wir freuen uns auf eine weitere gute Zusammenarbeit. 


Unsere Küche

19.08.2021

Um unseren Patienten den Aufenthalt im Diabeteszentrum möglichst angenehm zu gestalten, beschäftigen wir ein starkes Küchenteam. Die Ernährung kann einen wesentlichen Beitrag für die Diabeteseinstellung und die Gesundheit leisten, den Genesungsprozess fördern und das Wohlbefinden eines Jeden steigern. Unsere Speisen orientieren sich an der regionalen sowie saisonalen Küche und werden in unserer hauseigenen Küche täglich frisch zubereitet. Beim Mittagessen stehen Ihnen täglich drei verschiedene Menüs zur Verfügung. Unter Berücksichtigung individueller Kohlenhydratmengen, haben Sie die Möglichkeit zwischen Vollkost, leichter Vollkost und vegetarischer Kost zu wählen. Selbstverständlich bietet die Küche auch eine Reihe von Sonderkostformen an. Hierzu steht Ihnen unsere Ernährungsteam, bestehend aus Diätassistentinnen und einer Ökotrophologin zur Verfügung. Beim Frühstück und Abendessen, sowie bei den Zwischenmahlzeiten, gibt es eine große Auswahl an Brot und Brötchen, sowie verschiedensten Sorten Aufschnitt. Dazu bieten wir Ihnen eine täglich wechselnde Auswahl an Salaten, Rohkost und Obst an. Sollten Sie Fragen oder Hinweise zu unseren Angeboten haben, sprechen Sie uns gerne an.
 


Hautschutz und fixieren von Kathetern und Gewebezuckermesssystemen

29.07.2021

Ein wichtiges Thema unter Diabetikern ist der Hautschutz und das Fixieren von Kathetern und CGM/FGM-Systemen. Viele kennen sicher das Problem: es klebt nicht richtig oder es juckt und brennt. Was macht man in diesen Situationen?
Zum Fixieren können unterschiedliche Wege eingeschlagen werden. Der erste wichtige Schritt ist jedoch das Entfetten der Haut vor dem Setzen des Sensors oder Katheters. Hierzu sollten sie ein alkoholisches Hautdesinfektionsmittel verwenden. Nach dem Auftragen sollte die individuelle Trocknungszeit der Produkte beachtet werden. Sollte dies nicht ausreichen kann zusätzliches Klebematerial wie zum Beispiel Kinesiottape oder Overpatches der Herstellerfirmen genutzt werden. Im Internet werden auch vorgefertigte Overpatches für die unterschiedlichen Systeme angeboten. Dort sind auch verschieden mechanische Stabilisierungen wie Fixierbänder zu finden. Die Haut kann auch mit speziellen Lösungen vorbereitet werden. Sich lösende Pflasterränder können mit medizinischem Flüssigkleber oder auch kosmetischem Kleber (zum Kunstwimpern ankleben) nachträglich wieder angeklebt werden.
Auch der Hautschutz spielt eine große Rolle, da immer wieder von Problemen wie Rötungen, Bläschen und wunden Stellen berichtet wird.
Wenn die Pflaster der Auslöser für die Unverträglichkeiten sind, muss eine Barriere zwischen Pflaster und Haut hergestellt werden. Da häufig Acrylate die Verursacher sind, sollten die verwendeten Produkte frei von Actrylaten sein. Dafür können Hautschutzsprays auf die Haut aufgetragen werden. Auch hier ist die Trocknungszeit zu beachten. Bei richtigen Allergien reichen die Hautschutzspays in der Regel nicht aus. Da ist dann die „Sandwich-Technik“ gefragt. So sollten dann zusätzliche hypoallergene Pflaster unter dem System angebracht werden.
Eine wichtige Bedeutung hat dabei auch die Reinigung der Haut, nach dem Entfernen der Pflaster sollten alle Kleber- und Schmutzreste von der Haut entfernt werden. Dies kann mit Öl, Abschminktüchern oder speziellen Pflasterentfernen erfolgen.
Wir hoffen, dass sie mit diesen Tipps, wieder unbeschwert durchs Diabetikerleben kommen.


Chefarzt bedankt sich bei Mitarbeitern für besonderen Einsatz in Pandemiezeit!

 15.07.2021

Die Corona-Pandemie brachte für alle Bürger viele Umstellungen und Mehrbelastungen mit sich. Auch die Mitarbeiter im Diabeteszentrum Bad Lauterberg mussten sich diesen Aufgaben stellen. Die Umsetzung häufig wechselnder Hygienekonzepte, das Betreiben einer Isolationsstation und die Versorgung von an COVID-Erkrankten sind einige der Herausforderungen, die gemeistert wurden. Für eine auf Behandlung von Diabetes mellitus spezialisierte Klinik waren dies große Umstellungen im Behandlungsalltag. Aber nicht nur das medizinische Personal war gefordert. Alle Mitarbeiter mussten zur Sicherstellung der Patientenversorgung flexibel mit der Situation umgehen. Als Dank für die erfolgreiche Bewältigung dieser unvorhergesehenen Aufgaben gab es deshalb für jeden Mitarbeiter im Diabeteszentrum Bad Lauterberg Blumen. Diese sagen bekanntlich mehr als Worte.


Wer kennt denn die FPEs?

01.07.2021

Im Oktober 2020 veröffentlichen die Deutsche Diabetes Gesellschaft neue „Empfehlungen zur Ernährung von Personen mit Typ-1-Diabetes mellitus“. In diesen heißt es, dass die Auswirkungen von Fett und Proteinen (Eiweiße) ergänzend zur Kohlenhydratberechnung mitberücksichtigt werden müssen. Genau heißt es: „Es sind Glukoseanstiege nach fett- und eiweißreichen Lebensmitteln festzustellen, allerdings muss die Menge der Insulindosierung individuell ermittelt und geschult werden.“
Die FPE oder Fett-Protein-Einheit
Als „Fett-Protein-Einheit“ oder kurz FPE wird der Anteil von Eiweiß und Fett in deiner Mahlzeit bezeichnet. Zwar sind Fette und Proteine keine Kohlenhydrate und haben somit keine direkte Auswirkung auf den Blutzuckerspiegel. Da sie aber „glukogen“ sind, also vom Körper in Glukose umgewandelt werden können, wirken sie sich unter Umständen einige Stunden nach dem Verzehr nachträglich auf den Blutzuckerspiegel aus. Um diesen Effekt auszugleichen, kann mittels der FPE die zusätzliche Insulindosis für die Mahlzeit berechnet werden.
Bei einer ausgewogenen Ernährung ist der Anteil an Fett und Eiweiß und Kohlenhydraten in der Regel so ausgeglichen, dass der glukogene Effekt von Eiweiß und Fett im Normalfall durch das Basalinsulin und dem Bolus abgedeckt wird. Die FPE haben aber durchaus ihre Daseinsberechtigung. Insbesondere bei einer sehr fett- und proteinlastigen Mahlzeit, etwa einem schönen und gemütlichen Grillabend im Sommer, kann die Berechnung der Fett-Eiweiß-Einheit sinnvoll sein. Da hier der Anteil von Fett und Eiweiß im Verhältnis zu den Kohlenhydraten recht hoch ist, wirkt sich auch der glukogene Effekt stärker auf den Stoffwechsel aus. Hier kann die Berechnung der FPE, ergänzend zu den normalen Kohlehydrateinheiten (KE), helfen, ungewollte Blutzuckerspitzen zu vermeiden.
Sollten Sie dies bei sich feststellen, kann die zusätzliche Berechnung der FPE das vielleicht verhindern – am besten sprechen Sie das weiter Vorgehen mit Ihrem Diabetesteam ab.
 


Welthypertonie-Tag

 17.06.2021

Zum jährlich stattfindenden Welthypertonietag am 19.06.2021 gibt es in diesem Jahr unter dem Hashtag #meinblutdruckpasst einen Online-Informationstag. Weitere Informationen zum Programm und die Möglichkeit der Anmeldung finden sie unter www.hypertonietag.de Das Thema wurde ausgewählt, weil vielen Betroffenen nicht bewusst ist, wie gefährlich ein dauerhaft erhöhter Blutdruck sein kann und wie wichtig es aus diesem Grund ist, seine eigenen Blutdruckwerte zu kennen. Wie oft sollte gemessen werden? Wie misst man richtig? Wie sollten die Werte dokumentiert werden? Diese wichtigen Fragen werden durch die Deutsche Hochdruck Liga (kurz DHL) genauer erklärt. Warum greifen wir als Diabeteszentrum dieses Thema unter unseren News auf? Diabetes und Bluthochdruck treten häufig in Kombination auf – viele unsere Patienten sind doppelt betroffen. Wir lassen Mitarbeiter durch die DHL zertifizieren und bieten somit immer aktuelle Informationen und Schulungen für Betroffene, aber auch die Prävention im Vorfeld.


Sommer, Sonne und Diabetes

03.06.2021

Nun ist der Sommer da, wie lange haben wir darauf gewartet? Die Tage sind länger und wir verbringen viel Zeit im Freien. Doch es ist Vorsicht geboten, denn im Sommer gelten andere Regel. Tipps um gut durch den Sommer zukommen:

  • Der Insulinbedarf bei den meisten Diabetikern ist deutlich niedriger als gewohnt, so dass es schneller zu Hypoglykämien kommen kann. Daher sollten die Blutzucker- oder Gewebezuckerwerte öfter kontrolliert und die Therapie bei Bedarf angepasst werden.
  • Durch die Hitze können einige Medikamente, wie zum Beispiel Insulin die Wirkung verlieren. Daher sollten Medikamente und Insulin vor Hitze und direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden. Bitte das Insulin nie im Auto lassen. Der Innerraum kann sich schnell bis auf ca. 60°C erhitzen. Bei Insulin auf Trübungen, Schlieren und Verfärbungen achten. Diese deutet auf eine Veränderung des Insulins hin und es sollte dann nicht mehr verwendet werden.
  • Das Insulin sollte kühlgelagert und transportier werden. Dabei helfen unteranderem Aufbewahrungs- und Kühltaschen, Thermoskannen und feuchte Tücher.
  • Sensoren, Pods und Katheter kleben durch das Schwitzen schlechter und sollten zusätzlich fixiert werden, um einen sicheren Halt zu gewährleisten.
  • Die Blutzuckermessgeräte und –teststreifen sollten auch vor der Sonne geschützt werden um die Messgenauigkeit zu erhalten und Messgeräte nicht zu beschädigen.

Mit diesen Tipps sollte es ihnen gelingen den Sommer in Bezug auf den Diabetes stressfrei zu genießen.
 


Pfingsten in Bewegung

20.05.2021

Was ist bei Ihnen an Pfingsten geplant? Viele uns liebgewonnene Gewohnheiten wie große Familientreffen, Treffen mit Freunden oder öffentliche Feste fallen auch in diesem Jahr der Pandemie zum Opfer. Warum nicht die Zeit sinnvoll nutzen und etwas Bewegung ins Leben bringen. Erkunden Sie ihre Umgebung doch mal mit dem Fahrrad oder zu Fuß. Ein paar Dinge sollten mit dem Diabetes im Gepäck beachtet werden:

  • Immer dabei sein sollte das Blutzuckermessgerät (Daumen hoch Smiley) und
  • natürlich ausreichend Kohlenhydrate, denn diese werden in unserem Körper bei Bewegung als erstes genutzt, um uns die nötige Energie zu geben. Für den Fall niedriger Blutzuckerwerte sollten schnellwirkende Kohlenhydrate wie zum Beispiel Traubenzucker, Saft oder Glukosegel dabei sein. Als langfristige Energielieferanten eignen sich zum Beispiel Zwieback oder Müsliriegel.
  • Je nach Therapie kann auch hier eine Anpassung vor, während und nach der Bewegung vorgenommen werden. Dies sollte aber individuell mit ihrem Diabetesteam besprochen werden.

Generell ist die Bewegung ein Grundbaustein der Diabetestherapie und sollte deswegen nicht zu kurz kommen. Nutzen Sie die Pfingstfeierteiage sich das bewusst zu machen und genießen Sie bewegungsreiche Tage.


Die Arbeit der Chefarztsekretärin

06.05.2021

In unserer Klinik gibt es sehr viele verschiedene Berufe. Was die Pflege oder ein Arzt zu tun hat, ist für einen Außenstehenden deutlich klarer als die Aufgaben anderer spannender Berufe. Aus diesem Grund möchten wir heute unsere Chefarztsekretärin, Kerstin Zocher, und ihren Arbeitsalltag im Diabeteszentrum vorstellen. Die erste Frage, die ich mir stellte war: „Was für einen Grundberuf erlernt man denn, um dann Chefarztsekretärin zu werden. Ein eigener Ausbildungsberuf ist es ja nicht.“. Frau Zocher ist gelernte Kauffrau für Bürokommunikation und hat in ihrer vorherigen Stelle lange als Sekretärin der Geschäftsführung in einem Industrieunternehmen gearbeitet. Durch eine Zeitungsanzeige wurde sie aufmerksam auf die Stelle im Diabeteszentrum und bewarb sich, weil sie auf der Suche nach Herausforderungen und einem neuen Arbeitsgebiet war. Inzwischen arbeitet Frau Zocher seit 2 Jahren und 5 Monaten in der Klinik und kümmert sich um die Organisation des Chefarztbüros. Dazu gehört die Koordination von Terminen, Organisation von Vorträgen, Protokolle schreiben, Statistiken führen und viele weitere Schreibarbeiten und unglaublich viele Telefonate. Natürlich gehört auch das Kaffee oder Tee kochen für den Chef dazu. Ihre Lieblingsaufgabe? Ganz klar: Briefe schreiben, denn schon in der Schule liebte sie Diktate. Das schönste an ihren Arbeitstagen ist ein wirklich tolles Team, Spaß an der Arbeit und ein netter Chef.
 


Warum gibt es eine Fußstation im Diabeteszentrum?

22.04.2021

Diabetes mellitus kann bei unzureichender Behandlung zu akuten Stoffwechselentgleisungen (Hypoglykämien, Ketoazidosen) als auch zu chronische Folgeerkrankungen (Angiopathie, Polyneuropathie, Nephropathie, Retinopathie) führen. Eine sehr spezielle Form der Folgeerkrankungen ist das Diabetische Fußsyndrom (DFS). Hier können sich sowohl akute Komplikationen als auch die ganze Bandbreite der chronischen Veränderungen in unterschiedlicher Ausprägung überlagern. Dies macht die Behandlung komplex und erklärt die hohe Komplikationsrate. Sehr häufig führt ein DFS bei Diabetikern zur Amputation von Teilen des Fußes oder gar der ganzen Extremität. Vor noch nicht allzu langer Zeit war es gängige Praxis, großzügig betroffene Teile der Extremität zu entfernen. Fast die Hälfte der Amputationen wurde oberhalb des Sprunggelenkes durchgeführt. Die betroffenen Patienten wurden so nicht nur in ihrer Lebensqualität stark eingeschränkt, in Studien konnte sogar eine deutlich erhöhte Sterblichkeit gesehen werden. Auch heute noch werden in Deutschland etwa 40.000 bis 50.000 Amputationen im Jahr durchgeführt. Durch Fortschritte in der Medizin konnte die Anzahl der hohen Amputationen (Majoramputationen) von 45 % auf etwa 3 % gesenkt werden. Leider aber nicht flächendeckend. Man findet groß Unterschiede, ob Patienten in spezialisierten Zentren behandelt werden oder in der Regelversorgung. Warum ist das so? Man kann sich das Bild einer Kette vorstellen, in der das schwächste Glied die Stärke bestimmt. Die beste akute Blutzuckereinstellung nützt allein ebenso wenig, wie beispielsweise die beste operative Maßnahme ohne Beachtung der Begleitumstände. Ärzte müssen zusätzlich eine begleitende Infektion, die Nierenfunktion oder die kardiovaskulären Erkrankungen abschätzen und behandeln. Doch auch das reicht allein nicht aus. Ärzte sollten sich auch um die Nachsorge und Rezidivprophylaxe kümmern. Um diese komplexe Situation zu beherrschen, ist Teamarbeit einer Vielzahl von Spezialisten notwendig. Dazu gehört neben dem Diabetologen der Angiologe, der Nephrologe, der Fußchirurg/Orthopäde, der Radiologe, der Wundmanager, der Orthopädietechniker / Schuhmacher, der Podologe, der Psychologe, der Sozialarbeiter ... Es wird schnell klar, dass im Krankenhaus dazu einespezielle Struktur vorhanden sein sollte. Eine  Diabetische Fußstation!
 


Die ersten Monate meiner Ausbildung zur Pflegefachfrau

08.04.2021

Mein erster Ausbildungstag war geprägt von unterschiedlichen Eindrücken, überschattet von der Corona-Pandemie. Es fühlte sich alles neu an als ich ankam. Alles sah so groß aus und ich dachte mir „wow“ wie soll ich das alles mal richtig kennen und wie soll ich mir merken können wo was ist. Ich wusste nicht wirklich wo ich als erstes hinmuss. Zum Glück hat mich Frau Rode meine Praxisanleiterin im Eingangsbereich in Empfang genommen. Ich wurde herzlich begrüßt und in das Team der Pflege aufgenommen. Dieses hat es mir leichter gemacht. Im Praxisanleiterraum wurden mir grundlegende Dinge (z.B. Ablauf des Orientierungseinsatzes, die Händedesinfektion usw.) in Ruhe erklärt und gezeigt, sodass ich alles einmal richtig gesehen und verstanden habe. Die Mitarbeiter des pflegerischen Teams habe ich direkt kennengelernt. Die komplette Station sind wir abgegangen und mir wurde alles gezeigt. Hierdurch lernte ich das Haus und den Ort meiner praktischen Ausbildung kennen. Ich habe mich direkt wohl gefühlt. Mir wurde der Alltag auf Station erklärt. Ich habe "Aufgaben" bekommen die ich am ersten Tag machen durfte, anderes wurde mir erst gezeigt. Die theoretischen Grundlagen um Tätigkeiten in der Praxis ausführen zu können erlerne ich in der BBS 2 in Osterode, dem Ort meiner theoretischen Ausbildung. Des Weiteren wurde mir die Arbeitskleidung gegeben und ich durfte diese auch gleich anziehen. Zur Erinnerung wurden dann auch Bilder gemacht. Alle sind sehr nett mit mir umgegangen. Es wurde alles gut erklärt, sodass ich nicht überfordert war und es auch verstanden habe, ohne Angst zu haben, dass ich da nicht hinterherkomme. Obwohl ich am Anfang sehr verunsichert und nervös war ging es mir danach sehr gut und ich hatte Lust wiederzukommen, weil es sich richtig angefühlt hatte. Die ersten Monate der Ausbildung sind schnell vergangen. In der Praxis darf Frau Kajevic Schritt für Schritt mehr Aufgaben entsprechend Ihres Ausbildungsstandes übernehmen. Unter anderem gehört die Unterstützung und Durchführung der Grundpflege, das kontrollieren der Vitalparameter und das BZ messen zu Ihren Aufgaben. Die Auszubildenden sind bei uns Teil des pflegerischen Teams geworden, alle unterstützen sich gegenseitig. Auch in diesem Jahr stellen wir wieder Auszubildende für die Ausbildung zum Pflegefachmann / Pflegefachfrau ein.
 


Ostern, Frühling, Eier und Genuss

25.03.2021

Ostern ist für Viele das beliebteste Frühlingsfest. Eier, Schokolade, Braten und Kuchen können jedoch schnell zu Hüftgold werden. Damit dieses nicht geschieht sollte nach Alternativen für die Figur gesucht werden. Es geht auch figurfreundlicher, ohne dass der Oster-Genuss auf der Strecke bleibt. So lassen sich Sahne- und Cremetorten gegen zuckerreduzierte Obstkuchen austauschen, Zum Nachtisch schmeckt auch ein Obstsalat oder ein Fruchtsorbet. Mascarpone und Sahnequark können durch fettreduzierten Frischkäse oder Magerquark ausgetauscht werden. Der Magerquark kann sehr gut mit kohlensäurehaltigem Mineralwasser cremig gerührt werden. Wer jedoch zu viele Schokoeier oder Braten gegessen hat, braucht nicht tatenlos auf das Hüftgold warten. Die Frühlingstemperaturen laden zu einem Spaziergang oder einer Radtour ein. Damit lassen sich überschüssige Kalorien verbrennen.
Nach Ostern einfach mehr frisches einplanen. Wie wäre es mit frischen Suppen, Salaten und Gemüseaufläufen?

Chinakohl-Möhrensalat
4 Portionen
1 mittelgroßer Chinakohl
2 Möhren
4 Frühlingszwiebeln
2 El Balsamessig
3 El Rapsöl
1 Tl Honig
1 Tl Senf (scharf)
Jodsalz
Pfeffer aus der Mühle

  • Chinakohl waschen, putzen und in feine Streifen schneiden oder fein hobeln.
  • Karotten schälen und ebenfalls in Stifte hobeln.
  • Frühlingszwiebeln waschen, putzen und schräg in feine Ringe schneiden.
  • Zusammen in eine Schüssel geben. Balsamessig, Öl, Honig und Senf vermengen. Mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt servieren.

Sekt-Himbeer-Sorbet
4 Portionen
600 g TK-Himbeeren
Flüssiger Süßstoff nach Geschmack
50 g Joghurt
200 ml trockener Sekt

  • Die TK-Himbeeren auftauen lassen und mit dem Süßstoff abschmecken.
  • Joghurt und Sekt unterrühren. Im Mixer oder mit dem Mixstab alles schaumig pürieren. 20 bis 30 Minuten ins Gefrierfach stellen, zwischendurch 2- bis 3mal umrühren, damit alles schön schaumig bleibt.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen gesunde und bewegte Ostertage.


Kooperation mit Apotheke

04.03.2021

Das Thema Patientensicherheit ist in aller Munde und von höchster Wichtigkeit. Um unseren Patienten ein noch größeres Maß an Sicherheit bieten zu können, kommt in regelmäßigen Abständen eine Apothekerin zu uns in die Klinik und überprüft die Medikamentengabe anhand der Patientenakten. Zusätzlich steht sie aber auch den Ärzten und dem Pflegepersonal bei jeglichen Fragen bezüglich der Arzneimitteltherapie gerne zur Seite. Überprüft wird die Medikation insbesondere auf Wechselwirkungen untereinander, aber auch ob ein Medikament, welches vielleicht auch schon viele Jahre eingenommen wird, im fortschreitenden Alter überhaupt noch die richtige Wahl ist. Ebenso wird mit den aktuellsten Laborwerten abgestimmt, ob durch ein Medikament ein anderes Organ beeinträchtigt wird, sodass auch hier ein Medikamentenwechsel von Vorteil wäre. Wir freuen uns dieses Fachwissen für unsere Klinik nutzen zu können und unseren Patienten so einen großen Vorteil zu verschaffen.
 


Valentinstag 2021

11.02.2021

Am 14.02.21 wird weltweit der Tag der Liebe gefeiert. Hauptsächlich geht es hier um die Liebe zu anderen Personen, aber warum nicht mal die Liebe und Achtung zu sich selbst in den Vordergrund rücken? Gerade jetzt, wo wir nur wenig soziale Kontakte haben und die negativen Schlagzeilen uns überrollen? Der Umgang mit negativen Emotionen kann für Menschen eine Herausforderung sein. Gleichzeitig ist es möglich, durch eigenes Handeln auch in schwierigen Zeiten das psychische Wohlbefinden zu verbessern. Die Fähigkeit, die eigenen Gefühle zu beeinflussen, wird manchmal auch als intrapersonelle Intelligenz bezeichnet. Mitarbeiter aus der Abteilung für Positive Psychologie der Universität Koblenz Landau haben in einem Ideengeber Möglichkeiten beschrieben, das emotionale Wohlbefinden in schwierigen Zeiten wie der Corona-Pandemie zu stärken. Diese reichen von lebensnahen Ideen wie dem Verschönern der Umgebung über achtsames und genussvolles Spazierengehen bis zu Minipausen. Für Menschen, denen es (noch) schwerfällt, auf sich selbst zu achten, können vorerst kleine Beobachtungsaufgaben helfen. Wie verhält sich die eigene Atmung in verschiedenen Alltagssituationen, welche Gefühle sind mit bestimmten Situationen verbunden oder in welchen Worten wird über wichtige Themen gesprochen? Um Achtsamkeit zu trainieren haben wir diese Übung von M. Schmidmeier für Sie herausgesucht:

  1. Nehmen Sie eine angenehme Position ein und suchen Sie einen Punkt im Raum, auf dem Sie Ihren Blick ruhen lassen. Atmen Sie einige Male tief ein und aus.
     
  2. Zählen Sie nun – laut oder in Gedanken – fünf Dinge auf, die Sie gerade sehen können (z.B. ich sehe den Tisch, ich sehe die Lampe, usw.).
     
  3. Wenn Sie fünf Dinge aufgezählt haben, die Sie sehen können, lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit auf das, was sie hören können und zählen Sie fünf Dinge auf (z.B. Ich höre die Vögel zwitschern, ich höre ein Auto vorbeifahren, usw.).
     
  4. Danach lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit auf das, was Sie spüren können und nennen sie fünf Dinge, die Sie gerade spüren (z.B. ich spüre meine Füße auf dem Boden, ich spüre meine Hose auf der Haut, usw.).
     
  5. Wiederholen Sie die Schritte 2, 3 und 4, diesmal mit jeweils vier Dingen, die Sie sehen, hören und spüren. Dann geht es weiter mit drei Dingen, zwei Dingen und schließlich mit jeweils einer Wahrnehmung pro Kategorie (Sehen, Hören, Spüren).

 


Ehrung langjähriger Mitarbeiter und wohlverdienter Ruhestand

28.01.2021

In den vergangenen Jahren war es Tradition mit unseren Jubilaren und Mitarbeitern die in Ruhestand gehen eine kleine gemeinsame Dankesfeier zu veranstalten. Leider fiel auch diese liebgewonnene Veranstaltung dem Corona-Lockdown zum Opfer. Aber Mitarbeiter leer ausgehen zu lassen kam gar nicht in Frage und statt des gemeinsamen Abendessens gab es einen Präsentkorb für ein schönes Essen mit den Lieben zuhause. Bedanken möchten wir uns zuerst bei den langjährigen Mitarbeitern die in diesem Jahr ein Dienstjubiläum bestritten. 10 Jahre für die Klinik tätig sind: Janine Baerwinkel, Christel Rath, Marion Morich und Ute Dreymann. Wir hoffen auf noch viele weitere Jahre der guten Zusammenarbeit. Weiterer Dank gebührt unseren Mitarbeitern die dieses Jahr in ihren wohlverdienten Ruhestand eintreten. Zum einen Frau Rosita Steinecke nach 38 Jahren und 8 Monaten in unserer Klinikküche und zum anderen Frau Katrin Ahrens, die 35 Jahre und 5 Monaten als Diätassistentin, Ernährungsmedizinische Beraterin und Diabetesberaterin Patienten von Diagnose an zur Seite stand und sie begleitet hat. An dieser Stelle nochmals vielen Dank für die vielen Jahre im Dienste des Diabeteszentrums Bad Lauterberg. Für die Zukunft wünschen wir viele entspannte aber spannende Jahre und vor allem Gesundheit!
 


Unser besonderes Behandlungsangebot

14.01.2021

Der Ein oder Andere mag es vielleicht schon auf unserer Homepage gesehen haben: Unsere neuen Kurstermine sind veröffentlich! Im vergangenen Jahr sind Pandemie-bedingt einige Kurse entfallen und nun hoffen wir in diesem Jahr wieder voll durchstarten zu können. Da sich der Insulinpumpenmarkt stark erweitert hat und neue Technologien und Systeme vorhanden sind haben wir auch unser Kursangebot angepasst. Ganz neu bieten wir spezielle Kurse für Patienten mit Insulinpumpen an, die eine automatische Basalratenanpassung („Hybrid AID“-Systeme, wie z.B. die Medtronic MiniMed 670G) vornehmen, an. Das Grundlagenwissen, die Möglichkeiten und der Umgang mit der Blutzuckereinstellung weicht hier im Vergleich zu anderen Insulinpumpen deutlich ab und bedarf deswegen separater Schulung. Ein weiterer neuer Kurs ist für Patienten mit sensorunterstützter Insulinpumpentherapie inkl. einer Hypoabschaltung (z.B. die Medtronic MiniMed 640G oder die Tandem t:slim X2). Auch bei diesen Modellen weicht die Diabetestherapie von der mit einer bisher typischen Insulinpumpe ab und bedarf eines speziellen Wissens. Natürlich bieten wir auch unsere bekannten Insulinpumpenkurse für Einsteiger und Profi weiterhin an, sowie die Kurse zum Umgang mit FGM- und CGM-Systemen. Komplett wird unser Angebot durch den Motivationskurs und unseren Kurs für Menschen nach Pankreasoperationen. Unser detailliertes Angebot finden sie › hier.