Glukosetoleranzstörung in der Schwangerschaft

Gestationsdiabetes ist eine weltweit zunehmende Erkrankung und eine der häufigsten Schwangerschaftskomplikationen.

Der Gestationsdiabetes ist eine Glukosetoleranzstörung in der Schwangerschaft. Dies kann nur mit einem Blutzuckerbelastungstest festgestellt werden. Der Test muss unter festgelegten Bedingungen durchgeführt werden. Zur Untersuchung der Blutwerte wird Blut aus der Vene entnommen.

Anzeichen, die auf einen Gestationsdiabetes hindeuten, müssen nicht immer auftreten.
Eventuelle Symptome sind: Durst, Harnwegsinfekte/Scheideninfektionen, übermäßige Gewichts- und Größenzunahme des Fetus, erhöhte Fruchtwassermenge und Bluthochdruck.
 

Das Auftreten eines Gestationsdiabetes kann begünstigt werden durch:

  • genetische Veranlagung
  • gestörte Glukosetoleranz
  • Übergewicht/Bewegungsmangel
  • mütterliches Alter über 30 Jahre
  • einen Gestationsdiabetes in einer früheren Schwangerschaft
  • mehr als 3 Fehlgeburten ohne bekannte Ursache
  • extreme Gewichtszunahme während der Schwangerschaft
  • ein bereits geborenes Kind mit einem Geburtsgewicht von über 4500 g

[Quelle: S3-Leitline, Gestationsdiabetes mellitus (GDM), Diagnosttik, Therapie und Nachsorge]

Zur Optimierung ihrer Diabetestherapie steht Ihnen während Ihres stationären Aufenthalts ein erfahrenes Team zur Seite. Wir, das Diabeteszentrum Bad Lauterberg, bieten Ihnen engmaschige Blutzuckerkontrollen, um Ihren Blutzuckerverlauf bestmöglich abbilden zu können. In regelmäßig stattfindenden Blutzuckervisiten wird mit Ihnen zusammen der Weg zur Optimierung Ihrer Diabetestherapie festgelegt.

Als erste therapeutische Maßnahme nach der Diagnosestellung erfolgt eine Ernährungsberatung. Sie werden eine individuelle Beratung erhalten, die Ihre Essgewohnheiten, Ihren Tagesrhytmus, Ihr Körpergewicht und Ihren soziokulturellen Status berücksichtigt und geeignet ist, das gewünschte Therapieziel zu erreichen.

Wenn trotz Ernährungsumstellung und ausreichend Bewegung die Blutzuckerwerte häufig oberhalb der Ziele liegen, wird die zusätzliche Injektion von Insulin erforderlich. Bei dieser Umstellumg werden wir Sie begleiten, unterstützen und anleiten.


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S. Sendlinger
S. Sendlinger

Fachärztin für Innere Medizin, Ernährungsmedizin

Frau Gundlach
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